Nachtragsmeldung Brand in Unterkunft für Zuwanderer

Bildquelle: Pixabay

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SR/ KL/ Bielefeld/ Paderborn/ Hövelhof – Die Ermittlungen zu dem Brand in einer Unterkunft für Zuwanderer in Hövelhof-Staumühle (die Polizei berichtete) haben zu Festnahmen geführt.

Nach den bisherigen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft sind drei 20- und 21-jährige Bewohner der Unterkunft – es handelt sich um Asylbewerber aus Algerien – dringend verdächtig, gestern Nachmittag in einem Wohnraum der von ihnen bewohnten Unterkunft vorsätzlich Feuer gelegt zu haben.

Anlass war offenbar die Unzufriedenheit der Beschuldigten mit ihrer Unterbringungssituation in der Einrichtung.

Die Männer sind gestern Abend vorläufig festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft Paderborn hat heute Nachmittag, 06.01.2017, gegen sie bei dem Amtsgericht Paderborn den Erlass eines Haftbefehls wegen besonders schwerer Brandstiftung beantragt.

Zwei weitere Bewohner der Unterkunft waren zunächst ebenfalls vorläufig festgenommen, dann aber wegen mangelnden Tatverdachts wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Ein Brandsachverständiger hat den Brandort begutachtet und bestätigt, dass das Feuer an dem Ort gelegt geworden ist, wo sich nach den bisherigen Ermittlungen die beschuldigten Männer zur Tatzeit aufgehalten haben.

Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Ergänzende Auskünfte zu der Anzahl der Verletzten und der Art ihrer Verletzungen können derzeit nicht erteilt werden.

Anhaltspunkte für einen fremdenfeindlichen Hintergrund haben sich weiterhin nicht ergeben.