Aktionstag gegen die Todesstrafe

roseBielefeld (bi) Die Bezirksvertretung und das Bezirksamt Jöllenbeck laden stellvertretend für die gesamte Stadt Bielefeld zu einer Veranstaltung zum internationalen Tag der „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ ein. Der internationale Tag „Cities for Life” wird auf Initiative der Gemeinschaft Sant’Egidio jährlich am 30. November begangen.

Das örtliche Programm beginnt am Montag, 30. November, um 18 Uhr in der Evangelischen Marienkirche, Schwagerstr. 14. Es wird in Kooperation mit dem katholischen Pastoralverbund Schildesche-Jöllenbeck, der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Jöllenbeck und der Realschule Jöllenbeck veranstaltet. Nach Einführung in die Thematik durch Dechant Klaus Fussy präsentieren Schüler des SoWi-Kurses der 10. Klassen der Realschule Jöllenbeck und Jugendliche aus der „Offene-Tür-Arbeit“ des CVJM ihre Beiträge zum Aktionstag. Während der Veranstaltung wird die Evangelische Marienkirche illuminiert sein. Die Veranstalter rufen die Bielefelder auf, die Aktion durch zahlreiches Erscheinen zu unterstützen.

Seit Beginn der Kampagne wurden in den vergangenen 14 Jahren in über 100 Ländern mehrere Tausend Aktionen für eine Welt ohne Todesstrafe durchgeführt (im vergangenen Jahr rund 2.000). In Deutschland beteiligen sich 160 Städte an der Kampagne und organisieren unterschiedliche Events. Der Rat der Stadt Bielefeld hat 2010 beschlossen, die Aktion zu unterstützen.

Die Gemeinschaft Sant’Egidio ist eine christliche Laienbewegung mit über 60.000 Mitgliedern in 74 Ländern, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Sie hat die Aktion „Cities for life – Städte für das Leben“ gegründet. Der 30. November wurde für den Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte. Mittlerweile haben 140 Staaten der Erde die Todesstrafe ganz abgeschafft oder wenden sie in der Praxis nicht mehr an.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.santegidio.de zu finden.

Textquelle: Stadt Bielefeld